Jeder Mensch braucht ein Gedicht

Jeder Mensch braucht sein Gedicht

Aktuell

Nächster Event

Meine Show "SpaceTimeTravellers"

wird wieder aufgeführt:

Samstag, 23.9., in der

Wailea Musical Academy, Köln!

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capramontes Rüfenacht:
Zu Gast bei Walter Geissberger

Termin:
Freitag, 10. November, abends

Eintritt frei / Kollektee

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Und für die gaaaaanz langfristig Planenden:

Oktober 2019
Ausstellung - Galerie Kraftwerk SH Power

Juchhuuuuh !!!

Letzter Event

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27. Januar 2017:

technik.café
Schwarzwaldstraße 3
79539 Lörrach

Hey, Manuel Schneider:
danke Dir für das tolle Ambiente!

Liebes Publikum: Ihr wart SPITZE !!!

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17./18. Dezember:

Composer's Days bei Nancy Van de Vate in Wien:
so glad to meet her, she helped me so much by
encouraging me with my Kirchner Musical...

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Wir sahen uns im August 2016 in Köln
in der Wailea Music Academy zu

www.spacetimetravelers.jimdo.com

der quirligen Show um Zeitreisen durch galaktische Wurmlöcher
und eine etwas andere Nobel-Preisverleihung...

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Neustes Gedicht: Lebendig begraben

Eine zarte Haut - deren Seide niemand fühlt?
Ein sanftes Auge - dessen Blick niemand erwidert?
Eine weite Seele - deren Rat niemand sucht?
Eine innere Glut - deren Flamme niemand entfacht?

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Die Werke

Jahrgang 1969, schreibe ich in meiner Freizeit am liebsten über die Liebe und ihre süssen wie salzigen Seiten. Wie ein guter Rotwein reiften auch meine Gedichte und Songs lange im Verborgenen, bis sie dieses Jahr ihre akustische Geburt erleben durften: eingekleidet in die raffiniert eingängigen Arrangements von Hansmartin Kleine-Horst, meinem Begleit-Pianisten, ist aus einem ersten Kleinkunst-Programm nun meine ganz persönliche CD geworden. Die Texte findet Ihr hier unten, gegliedert nach Songs und Gedichten. Eintauchen und geniessen - bin gespannt, wie sie Euch gefallen!

Songtexte

 Melodie auf Youtube anhören
 Flaschenpost anhören

(getextet auf den "Butterflies Dance", verträumte Piano-Komposition von Hansmartin Kleine-Horst) 

1. Strophe (tiefe Stimmlage):
Er sah die Flaschenpost kommen
und griff sie schnell am Hals.
Der kleine Junge am Strand dort,
er dachte sich nur, falls
da etwas drinnen, das spannend,
das hätt´er gern geseh´n.
Jedoch den Brief auf französisch,
den konnt´er nicht versteh´n.

2. Strophe (hohe Stimmlage):
"Cést une fille de Bâle
qui aimerait voir la mer",
so sagte ihm seine Mutter.
"Wie kriegen wir sie her?
Sie sitzt im Rollstuhl schon lange,
wär gern im Waser drin.
Jedoch ist ihr etwas bange:
sie ist ja kein Delphin."

halbleise:
....Welle, Welle,... auf ins Meer... Welle, Welle...
zur Reprise:
So lernte er schnell französisch,
denn schreiben wollte ER.

3. Strophe:
(tiefe Stimmlage)
"Komm doch den Rhein einfach runter,
dann bist Du gleich bei mir.
Das Schiff hält bei uns am Hafen,
am Quai, da helf ich Dir."
(hohe Stimmlage)
"Mich hat die Fährfrau in Basel
ein paar Mal mitgenomm´n
von einem Ufer zum andern.
Ich bin noch nie geschwomm´n."

Bridge:
Trau Dich, ich zeig's
Dir doch gerne.
Zeig am Meer Dir
meine Sterne.
Komm nur, ich zeig's
Dir sehr gerne.
Schaun am Meer in
Deine Sterne...

zur Reprise:
So sparten sie über Jahre
ihr Taschengeld zusamm'n.

Zwischenspiel:
Breite Bretter, schwere Steine,
noch ein Stück, fast von alleine
so kommt der Rollstuhl
ganz einfach ans Nass.
Breite Schultern, starke Arme,
er hält sie mit Kraft und Charme,
so hatten sie in den Ferien stets Spass.

zum Instrumental: hell rufend
...huch... das ist kalt... hey, ich schlucke Wasser... halt mich... mmmh, ist das schön!...

Bridge:
Trau Dich, ich zeig's
Dir doch gerne.
Zeig am Meer Dir
meine Sterne.
Komm nur, ich zeig's
Dir sehr gerne.
Schaun am Meer in
Deine Sterne...

zur Reprise:
und irgendwann fragte er sie,
bleibst Du für immer hier?

So zog sie ganz zu ihm runter,
ins kleine Haus am Strand.
Sie sprach sein Holländisch munter,
er bat um ihre Hand.
Und jeden Morgen am Wasser
da sieht man sie voll Glück.
Die Fischer kennen die Stelle,
und halten sich zurück.

halbleise:
....Welle, Welle,... auf ins Meer... Welle, Welle...

zur Reprise:
und heute schwimmen die Enkel an ihrer Stelle raus...

Fade Out:
...komm, auf ins Meer, komm, auf ins Meer, komm - ins Meer zu mir!

1. Strophe:

Es fühlte sich an wie Sicherheit,
an Deiner Seite zu liegen...
Ich dachte, Dein Atem trägt mich weit,
wär einfach, mit ihm zu fliegen...
Dabei war ich Dir niemals genug.
Und aus Deiner Sicht schien es klug,
Dich nicht zu früh festzulegen,
denn Du suchtest den multiplen Segen.

Refrain:
Hast mein Herz fast verbrannt,
hast mich tief drin berührt.
Doch nun lass ich die Hand,
die zum Tanz nicht mehr führt.

GESPROCHEN: nicht festlegen...

2. Strophe:
Wünsch Dir ohne mich Glück,
denn ich lass Dich zurück,
ja, ich lass Dich jetzt los.
Sag mir irgendwann bloss,
war es das wirklich wert,
dass sich Mann gar nicht schert
um die gläsernen Scherben
nach dem lüsternen Werben?

Refrain:
Hast mein Herz fast verbrannt,
hast mich perfekt verführt.
Doch nun lass ich die Hand,
die die Liebe nicht spürt.

GESPROCHEN: nur loslegen...

3. Strophe:
Wünsch Dir ohne mich Glück,
will Dich so nicht zurück.
Frag nicht, wie es mir geht,
es ist langsam zu spät,
Freiheit klingt erstmal gut,
und so mach ich mir Mut,
dass ich's schaffe wie Du:
grausam sein, Augen zu.

Bridge:
Um an mich selbst nur zu denken,
mein Schiff weit draussen zu lenken.

GESPROCHEN: jetzt ablegen...

4. Strophe:
Alle Anker sind oben,
wenn die Krieger sich loben,
dass sie keiner gehören,
Frau tut an Bord nur stören.
Suchen sich in der Ferne,
Abenteuer - ja, gerne!
Reiche Beute, für wen?
Das muss frau nicht verstehn...

Refrain & Fade Out:
Hab ich Dein Herz verbrannt?
Hab ich Dich tief berührt?
Ich steh wartend an Land,
Dein Respekt mir gebührt.
Bau im Hafen aus Sand
Märchenschloss reich verziert,
greifst Du nach meiner Hand,
wirst zum König gekürt..

GESPROCHEN: Du musst nur bei mir anlegen...

 Bleib anhören

Bleib bei mir, geh nicht gleich,
bleib doch hier, mach mich reich,
und dann hält uns nichts mehr auf.
Ich lieg in Deinem Arm
nämlich sicher und warm,
schenkst mir Liebe obendrauf.
Warum bleibst Du nicht bis morgen früh,
fahr nicht heim, erspar Dir bloss die Müh.
Ich habe Kaffe noch hier,
frische Brötchen und vier
Sorten Honig für dazu.
Morgen früh, da soll die Sonne scheinen:
lass uns den Tag ganz geniessen.
Und sollt auch der Himmel Tränen weinen,
kann uns das gar nicht verdriessen.
Denn da wär ja das Bett,
frisch bezogen, adrett,
extra für Dich hergemacht.
Kuschelbär, komm sag ja,
sei heut nacht für mich da.
Warum hast Du jetzt gelacht?
Ach, Du hast das sowieso geahnt,
hast den Tag für morgen nicht verplant.
Also bleibst Du bei mir,
kriegst heut abend kein Bier,
sondern frisch gekühlten Sekt.
Wir bleibn wach, bis morgen früh die Sonne
uns mit dem ersten Strahl grüsst.
Und ich freu mich auf die süsse Wonne,
wenn Du mich zart dabei küsst.
Komm, wir knuddeln uns fein
in die Kissen hinein,
ohne dass uns jemand weckt.
Abends laden wir uns Freunde ein,
spielen Karten, trinken roten Wein.
Sind sie wieder zuhaus,
ziehn wir uns langsam aus,
spielen weiter still zu zweit.
Und Du küsst nimmersatt
meine Lippen ganz glatt.
Ich geh gern mit DIR zu weit...

 Büroblues anhören

Hab jeden Tag ’nen andren Job,
bin heute down, bin morgen top,
weil ich die bin, die hier das Büro macht.
Ich mach’ es gut, ich mach’ es schlecht,
ich mache es nie allen recht,
und darum habe ich mich heut’ verkracht.
Nein, nicht mit Euch, nur mit mir selbst,
weil ich den nächsten Ordner wälz’,
der längst hätte geordnet sein solln.
Doch Putzfrau, Köchin und Empfang
Sind heut’ mit Chefin nicht im Klang,
weil sie alle gleichzeitig schaffen wolln.

Refrain I:
…ja, ja, der Büroblues, den hab’ ich heut’!
Doch morgen gibt’s was, was mich freut:
Da kommt der Mann vom DPD,
den ich so gern Pakete schleppen seh…

Der Kaffee ist mal wieder leer,
die Warenannahme zu schwer,
und alle Männer sind schon draus am Bau.
Das Telefon, es klingelt heiß,
und mir steht auf der Stirn der Schweiß,
was sollt Ihr denn bloß alle von der Frau?
Sechs Arme, ja die bräuchte ich,
dann wäre er abends leer, der Tisch,
und morgens wär der Tag mein bester Freund.
Ich hab’s versucht mi’m Praktikant,
doch der ist mir gleich durchgebrannt,
das Praktikum als Urlaub sich erträumt.

Refrain II:
…ja, ja, den Büroblues, den kenn ich gut,
weil er mich stets begrüßen tut!
Wenn ich gerade fertig wär,
reicht er mir wieder neue Arbeit her!

Doch alles Jammern nützt ja nicht,
wenigstens halt ich mein Gewicht,
weil ich den ganzen Tag am Rennen bin.
Die Treppe runter, Treppe rauf,
und zwischendurch räum’ ich noch auf,
nur manchmal frage ich mich nach dem Sinn.
Wenn mich der Streß vom Sessel fegt,
weil ich mich wieder quergelegt,
als Brücke, über die die andern gehn…
Und abends statt ’nem Schulterklaps
nur „Mädel, reich’ mal her, den Schnaps“
und dann ein „Tchüß“ statt einem „Wiedersehn“!

Refrain III:
…ja, ja, den Büroblues, den hab’ ich heut’!
Und darum sage ich Euch, Leut’,
wenn ich es wieder wählen könnt,
’nen Assistenten ich mir längst gegönnt.

So einen mit ’nem hellen Grips,
und chic, ob mit, ob ohne Schlips,
der mir den Rücken freihält und auch krault.
Dem man die Arbeit geben kann
und der sie schafft wie’n richt’ger Mann –
der dabei lächelt und nich’ immer mault.
Doch wo kriegt man heut’ so was her?
Die gibt es nicht wie Sand am Meer.
Auf’m Arbeitsamt, die lachen mich nur aus!
„Was ham Sie denn für’n Vorstellung?
Wir ham grad erst ’nen frischen Schwung
An Malern hier, die müssen erst mal raus…“

Refrain IV:
…ja, ja, den Büroblues, den malt er mir
in zarten Tönen an die Tür.
In Türkis, Petrol, Dunkelblau
trifft er die Stimmung immer ganz genau… genau… genau… (fading out)

(gewidmet allen fleißigen Office-ManagerInnen, wie das Mädchen für alles heutzutage euphemistisch genannt wird - ohne im geringsten abzustreiten, daß sie den Titel mehr als verdient...)

 Grammophon anhören

Meine kleine Maus,
Komm bloß schnell nach Haus!
Denn ich warte schon.
Und mein Grammophon
Singt so traurig vor sich hin,
weil ich so alleine bin.
Sag mir einfach wann
Ich Dich holen kann.
Viele Kissen weich
Bring ich mit, und gleich
Sind wir hinter eigner Tür,
und dort existiern nur – wir!
Leg den Arm da drauf,
nicht die Augen auf!
Und genieße, wie
Ich mit Phantasie
Die letzte Stellung, die noch geht,
finde – und sieh da: er steht
uns gar nicht im Weg.
Liegt da einfach schräg
Und ruhig in dem Verband.
Denn Deine andre Hand
Reicht uns völlig aus zum Spiel,
ich verlang ja gar nicht viel…
Hauptsache, Du hier
Friedlich neben mir
Und zärtlich bei mir liegst
Die Streicheleinheiten kriegst,
die ich lang genug gespart
und für Dich nur aufbewahrt.
Moral von der Geschicht:
Den Arm man sich nicht bricht!
Weil sonst die Liebe schwer
Und jeglicher Verkehr
Nicht mehr ganz so schmerzfrei ist
- es sei denn, man ist Masochist!
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Geschrieben anläßlich eines Leiter-Unfalls eines häuslichen Heimwerkers,
geschehen an einem Regenfallrohr, das im Vorfeld des Unglücks seine Farben von grau-rostig auf blau-gelb wechselte - und mit dem letzten Pinselstrich dem Verursacher des rabiaten Farbwechsels eine blau-violett-grüne Bruchstelle mit auf den Weg ins Krankenhaus gab - wo ich ihn nach zwei Wochen sehnsüchtigen Wartens dann abholen durfte ;-)
Gesungen wird es à la Comedian Harmonists, nur seeeehr langsam, eben wie ein leieriges Grammophon...
weswegen auch manchmal zwei Silben auf einen Ton passen, was ich hier schlecht schriftlich verdeutlichen kann.

 Komm her anhören

Refrain:
Komm her – komm her – komm her! (eine Oktave sich hoch windend und von piano auf forte)
* dann pfeifend genau diese Oktave und Lautstärken wieder runter *

Die Ameisen im Bauch – sie krabbeln wieder.
Im Radio laufen Liebeslieder
Und ich sing lauthals mit.

Es hat mich glaub ich voll getroffen,
ich werde voller Sehnsucht hoffen,
Du lädst mich ein zum Ritt

In glänzend goldne, weite Felder
Und in unendlich tiefe Wälder,

bis wir die kleine Lichtung finden
an der wir uns dann wieder sehn
mit Essen, Picknickkorb und Sekt um zehn,
wenn schon die ersten Sterne blinken.

Refrain:
Komm her – komm her – komm her! (wieder eine Oktave sich hoch windend und von piano auf forte)
* nochmals pfeifend genau diese Oktave und Lautstärken wieder zurück *

Ich liege warm und sicher dann
In Deinen Armen und ich kann
Das wunderbare Sehnen spürn,

das uns so lange schon erfüllt.
Den Rest Bedenken weggespült
Vom Sekt und ich laß mich verführn…

Ich weiß, wir beide werden schweben
Und endlich das Gefühl erleben,
das zuzugeben uns so schwer
gefallen ist bisher
- KOMM HER! (rauchig)

Refrain:
Komm her – komm her – komm her! (ein letztes Mal eine Oktave sich hoch schraubend und von piano auf forte)
* pfeifend wieder diese Oktave und Lautstärken hinab *

Und wenn wir morgens früh erwachen,
freu ich mich auf das erste Lachen,
das hell in Deinen Augen strahlt.

Du fährst durch mein zerzaustes Haar,
ich nehme Deine Nähe wahr,
sie gibt mir soviel Halt…

Wir trennen uns dann unter Scherzen,
versuchen, unsre schweren Herzen

dem andern nicht zu sehr zu zeigen.
Und dann folgt endlos langes Schweigen,
bis wir uns nach Wochen wieder sehn.
Ein andere kann das nie verstehn.

Refrain:
Komm her – komm her – komm her! * jetzt frei nach Gusto über das komm her in allen Farben improvisierend *

 Musikant anhören

Refrain 1:
Ich will nur Songs schreiben, Songs schreiben, Songs schreiben.
Erst wenn’s nicht klappt, lass ich’s halt bleiben, halt bleiben.
Nur lasst mich jetzt noch nicht weg vom Klavier
und bringt mir schnell einen Stift und Papier.

Erste Strophe:
Nach all den Jahren, die ich schon vergeudet hab,
in denen es für mich noch so viel andres gab,
will ich’snun e-hendlich a-hallen zeigen,
was in mir steckt, ich kann nicht länger schweigen.

Refrain 2:
Ich will nur Songs schreiben, Songs schreiben, Songs schreiben.
Erst wenn’s nicht klappt, lass ich’s halt bleiben, halt bleiben.
Nur lasst mich jetzt noch nicht weg vom Klavier,
mein Produzent steht schon hinter der Tür.

Zweite Strophe:
Ihr braucht nur Zeit und ein bisschen Geduld für mich,
ich dichte, singe und spiel doch gar königlich.
Vielleicht wird eins meiner Lieder ein Hit?
Drum hört gut zu oder singt einfach mit!

Refrain 3:
Ich will nur Songs schreiben, Songs schreiben, Songs schreiben.
Erst wenn’s nicht klappt, lass ich’s halt bleiben, halt bleiben.
Nur lasst mich jetzt noch nicht weg vom Klavier,
und bringt mir schnell ein gescheites Glas Bier!

Dritte Strophe:
Es kommt mir ständig ein neues Lied in den Sinn.
Die stecken scheinbar schon fertig tief in mir drin,
und schmoren dort wie auf glühenden Kohlen:
ich muss sie einfach nur finden und holen.

Refrain 4:
Ich will nur Songs schreiben, Songs schreiben, Songs schreiben.
Erst wenn’s nicht klappt, lass ich’s halt bleiben, halt bleiben.
Und gebt Ihr mir 'ne Gitarre zur Hand,
dann klimper ich quer durch Stadt, Fluss und Land.

Vierte Strophe:
Und eines Tages, da schreib ich ein Lied für Dich,
mach Dich zum King oder zur Marke lächerlich,
denn Musikanten, die lästern so gern,
drum halt Dich besser ein Stück von mir fern.

Refrain mit letzten Zeilen:
Ich will nur Songs schreiben, Songs schreiben, Songs schreiben.
Erst wenn’s nicht klappt, lass ich’s halt bleiben, halt bleiben.
Und jetzt stellt endlich das Radio aus,
sonst werf ich Euch alle hochkant hier raus!

(April 99/Herbst 2016)

 Requiem für Ernst Ludwig Kirchener anhören

Zum Berg
Entführt
Ohne Haste…

Finger
Berührt
Weisse Taste…

Secco
Er klirrt
Perfekt passte…

Diese Strophe habe ich im Song ausgelassen:
Zunge
Gespürt
An T's Maste…

Pinsel
verrührt
Farb im Kaste'…

Worte
Geführt
Weil ein 'Must', e...

(ein leiser, serieller Sprech-Flüster-Gesang, ganz sphärisch, ganz slow, ganz 'mein' T)

 seeking Venus anhören

every girl is a lady
every lady is a whore
every whore is a goddess
every goddess is a mother

so com’on home, boys’n men,
to find it all in your girl
so com’on home, boys’n men,
to find it all in your wife

seeking Diana
you’ll find a spirit
seeking Sophie
you’ll find your life
seeking Athena
you’ll find a heart
seeking Venus
you’ll find your wife

every man is a hunter
every hunter is a king
every king is a father
every father is a Lover

seeking him listening
you might be wrong
seeking his strong arms
he might feel weak
seeking him tender
he might show strong
seeking him nearby
he'll climb a peak.

so com’on home, girls and ladies,
to find it all in your guy
so com’on home, boys 'n men,
to find it all in your wife....

 Sonntagmorgen anhören

Refrain:
Sonntagmorgen, sonntagmorgen,
sonntagmorgen und Du bist bei mir!
Alle Sorgen, alle Sorgen,
alle Sorgen fallen ab von mir.

Ich schenk uns frischen Kaffee ein,
Du sitzt mir gegenüber.
Ich wünsch, so könnt’s immer sein,
doch denk nicht nach darüber.
Wir kuscheln uns zurück ins Bett,
Du hältst mich fest umschlungen.
Ich find’s wundervoll und nett,
drum hab ich drüber gesu - hungen...

Refrain:
Sonntagmorgen, sonntagmorgen,
sonntagmorgen und wir liegen hier!
Meine Sorgen, meine Sorgen,
meine Sorgen bleiben vor der Tür.

Nach ein paar Stunden stehn wir auf,
um frische Luft zu fassen,
doch da wird vorerst noch nichts draus,
ich kann nicht von Dir lassen.

Refrain:
Sonntagmittag, sonntagmittag,
sonntagmittag und wir liegen hier,
ich bin hellwach, ich bin hellwach,
genieße jedes liebe Wort von Dir.

Erst abends ziehn wir uns was an,
gehn lachend durch die Straßen,
die Leute schaun uns komisch an,
und ich kann’s auch kaum fassen,
dass wir uns jetzt so nahe sind,
wo wir uns schon so lang kennen.
Ich freu mich wie ein kleines Kind,
komm, laß uns um die Wette rennen!

Refrain:
Sonntagabend, sonntagabend,
sonntagabend und wir gehn zu Dir.
Was ich habe, was ich habe,
was ich habe, geb ich gern dafür.

Dort wartet schon ein voller Tisch,
mit Essen, Wein und Kerzen.
Du setzt Dich hin und fütterst mich
- ich hab nur Hunger im Herzen!

Refrain:
Sonntagabend, sonntagabend,
sonntagabend und noch lang nicht Schluß.
Deine Gaben, Deine Gaben,
schenkst Du mir und dazu einen Kuß.

Dein Blick in meine Augen – tief.
Du hältst mein Herz gefangen…
Und als ich Deinen Namen rief,
war ich verrückt vor Verlangen…

Refrain (retardierend):
Montagmorgen, montagmorgen,
montagmorgen, ich denk voller Glück
an den Sonntag, an den Sonntag,
an den Sonntag nur mit Dir zurück...


 Vogelfrei anhören

Wie ein Vogel so frei
Möchtest Du gerne sein.
Bisher blieb's stets dabei:
Du sagst niemals ein Nein.
Egal wer was von Dir will,
Du hältst immer nur still.
Doch das ist jetzt vorbei,
Wie ein Vogel so frei.

Streif die Ketten jetzt ab,
Lauf im eigenen Trab.
Wenn Du willst, galoppier,
Denn das Tempo ist Dir.
Geh den eigenen Weg,
Sei er auch noch so schräg,
Geh ihn durch bis zum Grab,
Streif die Ketten jetzt ab.

Hast 'nen eigenen Kopf,
Pack ihn einfach beim Schopf.
Aus all Deinen Ideen
Sollen jetzt Taten entstehn.
Bring die Blume zum Blühn,
Du brauchst niemals mehr fliehn.
Wirf die Angst in den Topf,
Hast nen eigenen Kopf.

Und ein Herz voller Glut.
Lass ab von Deiner Wut.
Was Dir andre getan,
Rührt Dich heut nicht mehr an.
Denn Du hast draus gelernt,
Hast die Kirschen entkernt.
Und jetzt steckst Du voll Mut,
Und Dein Herz voller Glut.

Du bist ein Edelstein,
Schillernd, funkelnd und rein.
Tu ihn kräftig poliern,
Dann kann alles passiern.
Zeig ihn einfach nur her,
In Dir steckt noch viel mehr.
Du kannst einfach DU sein:
Du bist ein Edelstein.

Gedichte

 Egoist anhören

Bin kein Püppchen, das man irgendwann
Einfach so zur Seite legen kann…
Ich bin es satt, Dein Ego zu poliern
Und neben Dir ganz langsam zu erfriern.
Wo willst Du hin?
Hat keinen Sinn,
Dich noch zu fragen
Und es zu wagen,
an Dir Kritik zu üben,
denn ich soll Dich so lieben,
wie Du bist
- ein Egoist!

Bin kein Spielzeug, das man, wenn’s missfällt,
einfach in die Ecke stellt,
und dann macht man weiter,
fröhlich, munter, heiter,
mit dem nächsten Wesen,
das so nett gewesen,
einem zuzuhören.
Laß Dich dabei nicht stören,
den Film mit ihr zu üben.
Du sagst, sie würd Dich lieben,
so wie Du bist
- ein Egoist!

War nie geplant, Dich so zu hassen,
und Dich dann wirklich zu verlassen,
doch Du wolltest nie verstehn,
wolltest es nie wirklich sehn,
dass das Fräulein neben Dir
ein ganz andres Menschentier
als Dein Spiegelbild
und halt eben nicht gewillt,
so zu werden, wie Du bist
- ein Egoist!

 Nebel anhören

Ich sitze im Bus, Heimweg.
Heute morgen im Zug
hing der Nebel noch vor den Fenstern.
Heute abend hier
steht er auf vier Pfoten drin.
In felliger Fluffigkeit,
mit lackschwarzen Steiff-Knopfaugen.
Er bringt zwei Kinder-Sternaugen zum Strahlen,
während die kleine Hand schüchtern,
über den Huskey-Hundekopf krault.
Und ich träume wieder wie in Kindertagen
im Gras liegend, feuchte Ameisen kitzeln,
von materialisierten Wolkenmassen,
von kristallisierten Schäfchen-Clouds …

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 An Dir anhören

Den Rest Rasierwasser,
den der Tag an Dir gelassen,
von Deiner Brust gestohlen…
Dichter konnten wir
nicht aneinander ran,
dichter durften wir
nicht ineinander rein,
aber Haut an Haut
Deinen Duft geklaut,
nach Hause getragen
meine reiche Beute…

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 Auf leisen Sohlen anhören

Auf leisen Sohlen
in mein Herz gestohlen,
kein großer Paukenschlag,
nur einfach Tag für Tag
ein Stückchen mehr.
Es war nicht schwer,
die Tür stand offen,
Du konntest hoffen,
dass ich nicht kalt.
Und so kam bald
Dein Charme herein.
Ich ließ ihn ein.
Dein Lachen auch,
das ich so brauch.
Und Deinen Mut,
der ändern tut,
was man bis jetzt
als ein Gesetz
betrachtet hat.
Und doch anstatt
der ganzen Pein
nun glücklich sein.
Ich danke Dir
so gern dafür.
Das kleine Licht –
Es brennt für Dich!

(im Herbst 1995)

 Burgfrieden anhören

Mein Wassergraben rundum ist gefüllt.
Still spiegeln sich die stachligen Dornenhecken,
die die letzten Jahre unbeschnitten blieben...

Die Brücke hochgezogen.
Das grosse Tor fest verriegelt.
Nun kann der lange, dichte Regen der Trauer beginnen -
er wird meine Brunnen reichlich füllen.

Es mag an hübschen Rittern vorbeiziehn, wer will:
hier ist kein Einlass mehr für Fremde!

Und wenn sie mich Ausgehungerte belagern,
mit Katapulten voller stachliger Rosen bewerfen,
mit langen Leitern meine hohen Zinnen erklimmen,
zur Kemenate meines Herzens die steilen Stiegen
mit stürmischem Schritt bis in die Turmspitze bezwingen...

Dort sind die treuen Wächter beider Kammern unbestechlich,
denn selbst sie wissen nicht,
wo ich die Schlüssel zu den letzten beiden Schlössern vergrub.

Du, Du allein kennst den Ort!
Ich warte geduldig auf den ersten,
erlösenden Sonnenstrahl,
der die Nebel der Betäubung beseite schiebt
und sich durch den feinen Rest der Regenschleier
seine neugeborne, bunte Bahn bricht...

Oh, "an welchem Ende des Regenbogens?"
fragst Du schüchtern.
Hör einfach tief in Dich hinein -
wenn die Zeit uns gnädig wurde,
führt Dein Herz Dich an die richtige Seite,
dort, wo der Schlüssel zur Kammer der Liebe schlummert.

Denn die andere, die des Schmerzes,
sie darf für immer verschlossen bleiben.
Nachdem mein weicher Besen des Verzeihens
auch die letzten Spinnweben
aus den hintersten Winkeln entfernte,
hat darin nämlich niemand mehr etwas verloren.

 Dein alter Koffer anhören

Dachboden
Dämmerlicht
"Darf ich ?"
Du nickst...

Dicker Staub liegt auf seinem Rücken.
Den Schlüssel drehen wir gemeinsam.
Decken umhüllen
Deine Erinnerungen.
Duft nach Mottenkugeln, als wir sie aufschlagen.

Deine Schultüte
Deine ersten Buchstaben
Deine Tafel
Durstig nach weiteren Schätzen
Dränge ich tiefer.

Dickens, Däniken - so was liest Du?,
Dumas' Graf von Montechristo.
Dann - viel spannender, weil mir unbekannt -
Dir geschickte Liebesbriefe.

Dahlien auf den Umschlägen,
Dégarni (schütter) mit den Jahren.
Dünne Tintenlinien,
Deren Unterbrechungen
Damals Worte schufen,
Dir mitten ins Herz zu zielen.

Dunklere Wolken auf
Deiner Stirn:
Denn auch ein Abschied kündender ist
Dabei.

Düstere Gefühle liegen inzwischen
Dünn abgestanden auf der Zunge.
Das war die Liebe vor
Dem dichten Eis, sagst Du.

Drei Nüsse - aha, erzähl,
Du hast sie aufgehoben wofür?
Dämonen wolltest Du
Damit bannen?
Damasttuch, das sie umhüllt und bettet.
Dazu gestickte Namen?
Dankbar bist Du,
Dass Du Dich trennen konntest.

Dieser alte Koffer - wie Zwiebelschichten haben wir ihn zerblättert,
Drückt zum Schluss
Dir Tränen in die Augenwinkel...
Dreh ihn um und schüttel ihn aus.

Doch viel zu schade,
Darin nur Deine Vergangenheit zu verbergen.
Die Zukunft pack hinein,
Dutzende neue Hoffnungen, neue Pläne.

Dicht an mich gedrückt, bugsierst
Du ihn nach unten.
Dielenschrank wird Heimat für kurz, bis
Deine unterbrochene Reise mit ihm neu beginnt...

 In deinen Tiefen anhören

Du, mein stiller, klarer Bergsee –
Der April mit seinen Stürmen ist über Dich hinweggeweht,
die Frühjahrsschmelze hat Dich mit kühlen Wassern aus den Gletschern gespeist.
Du hast sie verdaut, sie Dir einverleibt
Und langsam wärmt die Sonne wieder Deine obersten Schichten.
Ich erreiche Dich nach mühsamem Aufstieg –
so schnell schaut hier niemand vorbei,
und ich sauge gierig die Ruhe an Deinen Ufern.
Abgekämpft nach dem steilen Weg,
abgekämpft auch von dem Ringen mit mir selbst,
von den Zweifeln, ob ich hier richtig bin…
Aber Dein Anblick lässt allen Hader verstummen,
Du löst mein Herz und lässt meine Seele in Dich fließen.
Ehrfürchtig knie ich an Deinem Rand –
Eine spiegelglatte Fläche in dieser Windstille,
die mein Antlitz zurückwirft.
Nein, mich will ich nicht sehen, ich will auf Deinen Grund schauen,
Dich ergründen, die Jahrhunderte hören, die Du schon erlebt hast…
Eine Wolke zieht in Zeitlupe ihre Reise über uns,
ob sie weiß, dass sie Dich hier unten nicht kräuseln kann?
Ich könnte es, aber traue mich kaum, Dich zu berühren.
Die Vorstellung, wie weit die Welle reisen würde, bis Du Dich wieder beruhigst,
lässt mich innehalten – fast käme ich mir vor wie eine Frevlerin,
dieses schlafende Tier zu wecken…
Schüchtern tupfe ich den Finger an das dunkle Grün –
Minutenlang sehe ich den Kreisen hinterher, die sich bis in Deine Mitte fortpflanzen.
Und meine Neugier, in Dein Innerstes einzutauchen,
lässt mich alle Schichten ablegen, die ich zum Schutz bis hier oben mitgetragen habe…
Sie besiegt meine Scham, wir sind alleine!
Ich raffe allen Mut zusammen, während ich die höchste Stelle Deines Ufers erklimme…
Der Sprung hinab dauert eine Ewigkeit, plötzlich umfasst mich Deine Kühle,
vollständig von Dir umgeben, ich tauche ein, ich tauche ab,
ich schwebe in 1000 Bläschen aus Luft und Licht
und schaue durch Dich hindurch in den Himmel…
möcht’ nie wieder an die Oberfläche!
Zwei, drei Fische ziehen an mir vorbei,
was könnten sie von Deiner Vergangenheit wohl erzählen?
Ich lasse mich weiter von Deinen Fluten streicheln
und treibe langsam nach oben zurück – ich zerschmelze…
Von Dir getragen und von der Sonne beschienen,
ein Menschenfloß über Algenbett, über allem Leben, das Du nährst.
Vollkommene Einheit.
Eine Nixe möchte ich sein, damit Du mein Elixier und Zuhause wärst.
Deine Quelle möchte ich sein, damit Deine Arme, in die Du Dich verteilst, nie versiegen.
Wo ist Dein Geheimnis, wo ist Dein Ursprung?
Um mich herum hat sich alles beruhigt, und ich weiß,
wenn ich später aus Dir hinaussteige,
wirst Du diesen kurzen Aufruhr schnell vergessen haben und wie unberührt da liegen.
Doch jetzt bist Du unter mir und streichelst jede Faser meiner Haut
– dieser Moment, ich könnte sterben –
er wird mich durch die harten Zeiten begleiten,
bis ich mich wieder zu Dir stehlen kann…

 Kurz und knapp anhören

Mein Wunsch - dir Befehl -
äußerst knapp - seeeehr kurz -
Dein Wunsch - mir Befehl -
was äußerst Knappes, was seeeehr Kurzes!

Aber trotz aller Knappheit,
mit der Du mich kurz hältst,
kribbelt und krabbelt
und kitzelt und prickelt
eine Handvoll brennend heißer Momente
vor meinen Augen
und über meine Haut
und an meiner Nase
und in meinem Bauch...

Meine Wildnis - Deine Beherrschung -
äußerst frei - seeeehr streng -
Deine Wildnis - meine Beherrschung -
die äußerste Freiheit - die engste Strenge!

 Mein Freund anhören

In Deinen Armen hab' ich geweint.
Du bleibst stets fair, stets "nur" ein Freund.
"Ich liebe Dich", will's in mir schrein,
und doch würd' ich mir nie verzeihn,
mit Dir den falschen Schritt zu wagen,
es Dir den Tick zu früh zu sagen.

So stürzt ich mich in Arbeit rein,
liess die Gefühle - "Luxus" - sein,
bis der Gefrierbrand mich fast auf-
gefressen hat. Und jetzt, pardauf,
ist plötzlich alles klar, befreit.

OK, ich weiss, der Weg ist weit,
der mich am Ende zu Dir führt.
Bis Deine Hand mich zart berührt,
üb' ich mich eben in Geduld,
befreie mich von jeder Schuld.

Wenn ich nur hoffen darf am Schluss
auf den berühmten Märchenkuss,
der unser beider Fesseln sprengt,
die Hülle aufbricht, die beengt
und uns die Luft zum Atmen nimmt.
Und wenn Du frägst, sag' ich, es stimmt,
nicht einen Kuss, nein: tausend gern
hätt ich von Dir, mein ferner Stern!

So wahre ich die Anstandsfrist,
bis um uns rum die Welt vergisst,
dass jemals etwas andres war
als Du und ich - ein tolles Paar!

 Nicht nur anhören

Es ist nicht nur Deine Stimme,
die wie eine fancy Feder in meinem Ohr kitzelt.
Die sich wie warmes Öl in sonorem Sound durch meinen Hörgang schleicht.
Die sich volltönend vibrierend als satter BassBeat in meinen Magen legt.

Es ist nicht nur Dein Lächeln,
Das die reine Sonne über Deine Züge ziehen lässt.
Das mich vital viral verzaubert und ver-rückt.
Das Dich jungenhaft frisch & frech so fröhlich in die Welt blicken lässt.

Es sind nicht nur Deine Hände,
die ihren zärtlichen Pfad über meine Haut huschen.
Die mich fest hütend @Home halten & heben.
Die genau wissen, wo sie hin müssen, um mein Innerstes zu schmelzen.

Es sind nicht nur Deine Augen,
die mit klarem Blick auf dem Boden meiner blanken Seele gründeln.
Die so voll der Liebe mich suchen und sehen, mich streicheln und schätzen.
Die wohlwollend weise über Dein Königreich wachen.

Es ist Dein ganzes DU:
das mir so unverhofft geschenkt in den Schoss fiel.
Das sich vor mir Schicht für Schicht entfaltet, entwickelt, entdeckbar edel.
Das seine Reise wagemutig mit meinen Wegen kreuzt.

Es ist mein ganzes ICH:
Das jubelt und jauchzt und jeck bejaht.
Das poppig und bunt wie ein Kaleidoskop vor Dir schillert.
Das Dich entführt, betört und Dich berührt.

Es ist unser ganzes WIR:
Nicht mehr, nur auch - nicht weniger...

 

April 2016

 Verbotne Kirschen anhören

n des Nachbars Garten
Wird er auf mich warten.
Sehnsucht in den Blicken.

Zwischen Efeu, Wicken
Und dem feuchten Gras
Flüstert er mir, was

Er mit mir gern machte,
weil ich so hübsch lachte.
Halte die Gedanken

Noch in ihren Schranken,
doch je mehr ich wehre
- Treue, Stolz und Ehre

bilden Schutz und Mauer -
er ist einfach schlauer.
Bietet mir nichts weiter,

als dass er stets heiter.
Tröstend, gutgelaunt
die Welt mit mir bestaunt.

Bisher sind’s nur Worte,
„Kaffee, Apfeltorte?“,
nette Gesten, alles ganz

unschuldig, platonisch, Tanz…
Wie lang kann ich pirschen
Um verbotne Kirschen,

Die so knackig, sündig reif
Vor mir baumeln. „Mädel, greif
Ihn dir doch und warte

Nicht, bis diese zarte
Blume von Gefühl vorbei
- er ist schließ- und endlich frei.“

So souffliert der Mann im Ohr.
Doch ich mache mir noch vor,
ich kann mich bezähmen,

kann die Sinne lähmen,
die nach ihm nur schrein.
Würd’s mir nie verzeihn,

wenn er vor mir geht,
sexy, schlank, Magnet,
ihn so zu berühren,

ihn so zu verführen,
wie mit ihm im Traum
ich’s so oft schon. Kaum,

dass er in der Nähe,
ich schon danach spähe,
wie wir uns verkrümeln könnten.

Und die lieben Engel gönnten
Sich dann eine Pause,
wenn ich ihn zerzause.

Schauten kurz zur Seite,
wenn mit ihm das Weite
ich dann such und voller Wonne
mich in seinen Blicken sonne…

(irgendwann vor 6 oder 7 Jahren)

 Walfischbauch anhören

Halt’ ihnen den SPIEGEL vor.
Der ZEIT-Geizer ist geiler!
Will ich raus in die WELT?
Spuck mich ruhig aus, Walfisch,
ich lösch noch schnell die Leselampe in Deinem Bauch…
Sterben muß ich eh irgendwann,
warum nicht drauß’ im Sturm?

(Februar 2007)

Kontakt

Sabine Lantermann
Breitensteinstrasse 46
CH-5417 Untersiggenthal
+41 (0)76 203 73 25
s.lantermann(at)online.de

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(mein Arrangeur/Tonstudio/Pianist)

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